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Ratgeber · Technik & Datenschutz · 7 Minuten Lesezeit

Baukasten, WordPress oder individuell — was passt zu meinem Betrieb?

Drei ehrliche Wege zur Website. Der Baukasten kostet wenige Euro und Ihre Zeit, WordPress ist flexibel und pflegebedürftig, individuell kostet einmal und läuft. Ein fairer Vergleich — und warum eine Website Tausende kosten kann, wenn ein Baukasten fast nichts kostet.

Die kurze Antwort: Ein Baukasten passt, wenn Sie die Seite selbst bauen wollen und wenig brauchen. WordPress passt, wenn Sie regelmäßig selbst Inhalte veröffentlichen und jemanden haben, der die Technik pflegt. Individuell gebaut passt, wenn die Seite einmal richtig gemacht werden und dann ohne laufende Pflege laufen soll. Keiner der drei Wege ist der falsche — aber jeder ist für einen anderen Betrieb der richtige.

Und die Frage, die dahintersteht und die mir am häufigsten gestellt wird: Warum soll eine Website mehrere tausend Euro kosten, wenn der Baukasten mit zwölf Euro im Monat wirbt? Die Antwort steht weiter unten, und sie ist einfacher, als man denkt.

Was der Baukasten Ihren Betrieb kostet — in einer Minute. 71 Sekunden, Untertitel im Bild, Ton beim Abspielen. Das Video liegt auf diesem Server — es wird nichts von einer Videoplattform geladen. Sprecherstimme computergeneriert; Text, Bilder und Aussagen vom HofWerker Studio.
Mitschrift zum Nachlesen

Zwölf Euro im Monat, sagt die Werbung für den Baukasten. Eine Website vom Fachmann kostet mehr als tausend Euro. Wie passt das zusammen?

Der Baukasten ist ein Werkzeug. Sie bekommen den Hammer. Bauen müssen Sie selbst: Struktur, Texte, Fotos, die Ansicht auf dem Handy, Impressum. Meist am Wochenende — statt im Betrieb.

Und was der Anbieter einbaut, bleibt drin: fremde Schriften, Zählwerkzeuge — und damit oft ein Cookie-Banner. Vor allem: Die Seite gehört Ihnen nicht. Sie mieten sie. Kündigen Sie, ist sie weg — umziehen geht meist nicht.

Individuell gebaut ist eine Dienstleistung: Jemand plant, schreibt, baut — und steht dafür gerade. Kostet einmal, danach fast nichts zu pflegen. Und die Seite gehört Ihnen: Dateien, alle Zugänge. Sie zahlen nicht das Werkzeug, sondern die Arbeit — wie bei jedem Handwerker.

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Drei Wege zur Website: Baukasten, WordPress, individuell — wer baut, wer pflegt, wem gehört sie
Drei Wege zur Website: Baukasten, WordPress, individuell — wer baut, wer pflegt, wem gehört sie

Die drei Wege im Überblick

Tabelle lässt sich seitlich verschieben

BaukastenWordPressIndividuell gebaut
Wer baut?Sie selbstSie oder eine AgenturEin Dienstleister
Einstiegskostenwenige Euro im Monatab einigen hundert bis mehrere tausend Euroeinmal mehrere tausend Euro
Wer pflegt die Technik?der AnbieterSie oder Ihre Agentur — fortlaufendfast nichts zu pflegen
Laufende PflichtkeineUpdates für System, Erweiterungen, Gestaltung — meist wöchentlichHosting, Zertifikat, Sicherung
Gehört Ihnen die Seite?nur solange Sie zahlen; Umzug meist unmöglichja, mit Aufwand umziehbarja, es sind Dateien — die gehen überall
Gestaltungaus Vorlagenaus Vorlagen, anpassbarfrei
Ladezeitmittel bis langsamhängt von Erweiterungen ab, oft langsamschnell
Fremde Diensteoft fest eingebaut, nicht abschaltbarje nach Erweiterungso, wie Sie es wollen
Passt fürklein, schnell, selbst gemachtviel Inhalt, eigene RedaktionBetrieb, der es einmal richtig will

Weg 1: Der Baukasten

Sie melden sich an, wählen eine Vorlage, ziehen Textkästen und Bilder hinein, klicken auf „Veröffentlichen". Für einen Nebenerwerb, einen Verein oder einen Betrieb, der nur eine digitale Visitenkarte braucht, ist das oft die richtige Wahl. Ehrlich gesagt.

Was Sie dabei wissen sollten:

  • Die Seite gehört Ihnen nicht. Sie mieten sie. Kündigen Sie, ist sie weg. Zu einem anderen Anbieter umziehen können Sie in aller Regel nicht — die Seite existiert nur in diesem einen System.
  • Was der Anbieter einbaut, bleibt drin. Viele Baukästen laden Schriften, Skripte und Zählwerkzeuge von fremden Servern, und Sie können das nicht abschalten. Das ist der Grund, warum viele Baukasten-Seiten einen Cookie-Banner brauchen, auch wenn der Betreiber gar nichts zählt.
  • Die Vorlage sieht man. Das ist nicht schlimm. Aber wenn drei Betriebe im Ort dieselbe Vorlage nutzen, merkt man es.
  • Ihre Zeit kostet auch. Wer zwanzig Stunden am Wochenende an der Seite sitzt, hat zwanzig Stunden nicht im Betrieb verbracht. Für manche ist das in Ordnung. Für viele ist es der eigentliche Preis.

Weg 2: WordPress

WordPress ist das verbreitetste System der Welt, und das aus gutem Grund: Man kann damit fast alles bauen, es gibt für alles eine Erweiterung, und wer regelmäßig Beiträge schreibt, hat ein Redaktionssystem, das genau dafür gemacht ist.

Was Sie dabei wissen sollten:

  • Es muss gepflegt werden. Dauernd. Das System selbst, die Gestaltungsvorlage und jede einzelne Erweiterung bekommen Aktualisierungen — oft mehrmals im Monat. Wer sie nicht einspielt, hat irgendwann eine Seite mit bekannten Sicherheitslücken. Wer sie einspielt, hat gelegentlich eine Seite, bei der danach etwas nicht mehr geht. Beides ist normal. Beides kostet Zeit oder Geld.
  • Erweiterungen sind der Grund für langsame Seiten. Jede lädt eigene Dateien. Nach zwei Jahren und fünfzehn Erweiterungen kriecht die Seite. Mehr dazu unter Warum lädt meine Website langsam.
  • Sie brauchen jemanden, der sich kümmert. Entweder Sie selbst oder eine Agentur mit Wartungsvertrag. Ohne das ist WordPress keine gute Idee. Was Wartung je nach Technik bedeutet, steht unter Warum braucht eine Website Wartung.
  • Die Seite gehört Ihnen und lässt sich umziehen — mit Aufwand, aber es geht. Das ist ein echter Vorteil gegenüber dem Baukasten.

WordPress ist die richtige Wahl, wenn Sie regelmäßig selbst veröffentlichen: ein Betrieb mit monatlichen Projektberichten, ein Verein mit Terminen, ein Blog. Für eine Firmenseite mit sechs Seiten, die sich zweimal im Jahr ändert, ist es ein Lastwagen für den Einkauf.

Weg 3: Individuell gebaut

Jemand plant die Seite mit Ihnen, gestaltet sie, schreibt sie und baut sie — ohne Baukasten, ohne Redaktionssystem, als das, was eine Website technisch ist: Dateien auf einem Server.

Was Sie dabei wissen sollten:

  • Es kostet einmal richtig. Mehrere tausend Euro, je nach Umfang. Was darin steckt, steht unter Wie entsteht der Preis einer Website.
  • Danach ist fast nichts zu pflegen. Keine Updates für ein System, das es nicht gibt. Keine Erweiterungen, die sich gegenseitig stören. Was bleibt: Hosting, Zertifikat, Sicherung — das, was bei mir in Hosting Pur oder einem Care-Paket steckt.
  • Sie bekommen genau das, was Sie brauchen — und nichts von dem, was Sie nicht brauchen. Keine Schriften von fremden Servern, kein Zählwerkzeug, kein Banner, wenn Sie das nicht wollen.
  • Änderungen macht jemand für Sie. Das ist der Nachteil, ehrlich benannt: Sie öffnen nicht selbst ein Programm und tauschen einen Text. Sie schreiben eine Nachricht, und es wird erledigt. Für die meisten Betriebe, die zweimal im Jahr etwas ändern, ist das kein Nachteil, sondern eine Erleichterung. Für einen Betrieb, der wöchentlich veröffentlichen will, ist es der falsche Weg — dann WordPress.
  • Die Seite gehört Ihnen. Es sind Dateien. Sie können sie auf jeden Server der Welt legen und jeden Dienstleister damit beauftragen. Bei mir bekommen Sie alle Zugänge bei der Abnahme. Warum das wichtig ist, steht unter Wem gehören Domain, Website und Zugangsdaten.

Warum Tausende, wenn der Baukasten wenige Euro kostet?

Weil es zwei verschiedene Dinge sind — und beide sind ehrlich bepreist.

Werkzeug gegen Dienstleistung: Beim Baukasten bekommen Sie den Hammer, bei der Agentur das gebaute Haus
Werkzeug gegen Dienstleistung: Beim Baukasten bekommen Sie den Hammer, bei der Agentur das gebaute Haus

Der Baukasten ist ein Werkzeug. Sie bekommen den Hammer, für wenige Euro im Monat. Bauen müssen Sie selbst: die Struktur überlegen, die Texte schreiben, die Fotos machen, alles anordnen, prüfen, ob es auf dem Handy geht, Impressum und Datenschutz zusammensuchen. Der Baukasten nimmt Ihnen davon nichts ab. Er stellt nur sicher, dass Sie technisch nichts kaputt machen können.

Die individuelle Website ist eine Dienstleistung. Jemand hört Ihnen zu, plant die Seite, gestaltet sie, schreibt sie, baut sie, prüft sie und steht für das Ergebnis gerade. Was Sie bezahlen, ist die Arbeit dieses Menschen — dieselbe Art von Arbeit, die Sie bei einem Steuerberater oder einem Tischler bezahlen. Einen Hobel kann man für dreißig Euro kaufen. Der Tisch vom Tischler kostet trotzdem tausend. Niemand findet das unehrlich.

Der Vergleich „zwölf Euro gegen viertausend" hinkt also nicht, weil einer der beiden Preise falsch wäre. Er hinkt, weil er einen Hammer mit einem Haus vergleicht.

Wie Sie sich entscheiden

Drei Fragen genügen meistens:

1. Wollen Sie die Seite selbst bauen und pflegen? Ja, und Sie haben Zeit dafür → Baukasten. Nein → weiter. 2. Werden Sie regelmäßig — wöchentlich, monatlich — selbst neue Inhalte veröffentlichen? Ja → WordPress mit Wartungsvertrag. Nein → weiter. 3. Soll die Seite einmal richtig gemacht werden und dann ohne Ihr Zutun laufen? Ja → individuell gebaut.

Und eine vierte, die selten gestellt wird, aber die wichtigste ist: Wollen Sie die Seite besitzen oder mieten? Wer in zehn Jahren noch dieselbe Firma hat, sollte besitzen.

Kurz gesagt: Baukasten ist ein Werkzeug für Selbermacher, WordPress ein System für Redaktionen, individuell gebaut eine Dienstleistung für Betriebe, die es einmal richtig wollen. Der Preisunterschied ist kein Widerspruch — es sind drei verschiedene Dinge.

Ich baue den dritten Weg: individuell, ohne System, das gepflegt werden muss, und die Seite gehört Ihnen. Ob das für Ihren Betrieb der richtige ist, klären wir in einem Gespräch — und wenn es ein Baukasten ist, sage ich Ihnen das auch. Was der dritte Weg kostet, steht unter Leistungen und Preise.

Veröffentlicht am 2. September 2026.

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